Hostel

Hostel

Als eine der ganz einfachen Unterkünfte hat sich in den vergangenen ein, zwei Jahrzehnten das Hostel fest etabliert. Der ursprüngliche Begriff dafür lautet Herberge, mit dem vorwiegend die Jugendherbergen gemeint sind. Eins wie das andere ist im „Low Budget Segment“ die Unterkunft für Rucksacktouristen sowie für Backpacker. Der einzige Sinn und Zweck liegt darin, für die wenigen Nachtstunden buchstäblich ein Dach überm Kopf zu haben. Im Gegensatz zu nahezu allen anderen Arten an Unterkünften kennen Hostels nur sehr wenig Individualität. Die Unterkunft erfolgt in Mehrbettzimmern bis hin zu Schlafsälen. Der Sanitärbereich ist einfach, geradezu spartanisch ausgestattet und eingerichtet. Abgesehen von den Toiletten werden alle anderen Nutzräume gleichzeitig, also gemeinschaftlich von mehreren, oftmals bis zu einem Dutzend Gästen genutzt. Diese Unterkunft ist auch in der heutigen Zeit nach Geschlechtern getrennt. Sie wird von Wanderern und Radwanderern bevorzugt, weniger von Reisenden mit eigenem Pkw. Die räumliche Lage ist überwiegend am Orts-/Stadtrand, das heißt abgeschieden bis hin zu idyllisch. Hier wird, im gravierenden Unterschied zu einer Jugendherberge, keine Mitgliedschaft oder anderweitige Gebundenheit erwartet. Die Gäste reservieren ihre Unterkunft, oder sie finden ad hoc noch ein Bett. Ein Werbeargument lautet, dass an dieser Herbergsunterkunft niemand abgewiesen wird. Die Betreiber sind bekannt für ihre Hilfsbereitschaft sowie für ihren Ideenreichtum, jedem späten Gast zu helfen. Letztendlich rücken alle Gäste wie selbstverständlich zusammen, um auch noch spät in der Nacht Platz für ein Bettenlager zu schaffen.

All In Hostel  / pixelio.de